11. Dezember 2013 basta

Kleine Anleitung zur SEPA-Umstellung

Ab dem neuen Jahr müssen wir uns nicht nur daran gewöhnen, eine „4“ anstelle einer „3“ zu schreiben – wir müssen uns auch auf neue Zahlen bei Banküberweisungen einstellen. War die IBAN bisher nur für Überweisungen ins Ausland notwendig, so findet sie ab dem 1. Februar 2014 auch im inländischen Bankverkehr Verwendung. Doch muss sich niemand vor der neuen Zahlenschlange fürchten. Auf den ersten Blick mag sie ein wenig kompliziert erscheinen, letztlich ist sie aber nur eine Kombination aus der bisherigen Kontonummer und Bankleitzahl, gepaart mit einem Ländercode und einer Prüfziffer. An einem fiktiven Beispiel lässt sich das leicht verdeutlichen:

Früher merkten wir uns „Kontonummer 12 34 56 78 bei der Volksbank Göttingen, BLZ 260 900 50“. Künftig merken wir uns „DE10 2609 0050 0012 3456 78″.

Gar nicht so schwierig wie vermutet. Und hier noch einmal, heruntergebrochen auf die Bestandteile der IBAN:

– DE = Deutschland
– 10 = eine Prüfziffer (diese berechnet sich nach einem Algorithmus, dessen Erklärung wir Ihnen und uns an dieser Stelle aber ersparen wollen)
– 2609 0050 = die „alte“ Bankleitzahl
– 0012 3456 78 = die Kontonummer, vorne mit Nullen auf zehn Stellen ergänzt.

Lediglich eines wird schwieriger, ab 2016 aber überflüssig werden: Der „Business Identifier Code“, kurz BIC genannt. Er wird vorerst zusätzlich zur IBAN verlangt. Der BIC für die Volksbank Göttingen lautet zum Beispiel GENODEF1GOE.

Die ersten vier Zeichen kann die Bank selbst wählen. „GENO“ (vierstelliger Bank-Code) steht hier für die Volksbanken (Genossenschaftsbank), „DE“ steht für Deutschland (zweistelliger Länder-Code), „F1“ ist die Codierung des Ortes (zweistelliger Orts-Code) und „GOE“ steht (optional) für die Filiale oder Abteilung).

Auf den Kontoauszügen sind die neuen Nummern bereits seit geraumer Zeit aufgedruckt. Sollten Sie jedoch noch Unklarheiten haben, lassen Sie sich von ihrem freundlichen Bankberater ihre IBAN und gegebenenfalls die BIC ihrer Hausbank mitteilen. Die meisten großen Unternehmen führen bereits die Kombination aus IBAN und BIC auf Formularen und Geschäftspapieren auf.

Lassen Sie sich also nicht überraschen am 01.02.2014, sondern ändern Sie Ihre Geschäftspapiere frühzeitig. Wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung.