Zum Nikolaus

Es ist wieder soweit: Das etwas kleinere Fest vorm sehr viel größeren Fest steht an, pünktlich vorm zweiten Advent wird es jetzt schon so richtig weihnachtlich.

Süßigkeiten und kleine Geschenke schüren die Vorfreude auf das Weihnachtsfest, wecken die ersten Weihnachtsgeister und zeigen den etwas weniger Feiertagsmotivierten, dass zumindest schon ein kleiner Etappensieg geschafft ist.

Der nunmehr 1688. Todestag des Bishofs von Myra steht vor der Tür, genau wie unsere frischpolierten Schuhe – die ganz großen Stiefel versteht sich, es soll ja auch richtig viel reinpassen. Endlich macht das Schuheputzen wieder Sinn, denn der Nikolaus dreht nachts wieder seine Runde. Als würde man in dieser figurbelastenden Zeit nicht schon genug leiden, werden die feinsten und süßesten Köstlichkeiten in die Schuhe gestopft, ganz egal ob das beschenkte Kind ein Engel oder Bengel ist!

Dass es im Ursprung um die selbstlose Hilfe für Menschen in Not und um das reine Überleben ging, daran denkt man heute leider nicht mehr unbedingt. Der Legende nach warf Nikolaus als Waisenkind drei jungen Frauen Gaben zu, die sie schließlich vor der Armut und dem Leben auf der Straße bewahrten. Ein Schoko-Weihnachts­mann war bestimmt nicht dabei. Er darf heute aber natürlich in keinem Stiefel fehlen.

Weihnachtsmann? Nikolaus? Egal, Hauptsache Schokolade!